… und Sie dadurch Ihre Ressourcen sparen

Vor kurzem hat ein Unternehmer bei einem Vortrag gesagt, dass ein Unternehmen zu gründen bedeutet, täglich in einen Abgrund zu blicken, während man auf Scherben aus purem Glas herum kaut. Obwohl das ein wenig übertrieben klingen mag, stimmt es doch, dass es Dinge gibt, die einem bei dem Auf- und Ausbau des eigenen Betriebes unnötigerweise große Teile der knappsten Ressourcen rauben: Zeit, Geld und nicht zuletzt Energie. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, warum Sie mit dem konsequenten Einsatz von Kennzahlen eben diese Ressourcen schonen.

Zunächst zum Thema Zeit

Grund 1. Kennzahlen halten Sie und Ihr Unternehmen „auf Linie“
Kennzahlen zeigen, was wichtig ist, denn Sie zeigen, welche Resultate Ihre Handlungen haben. Im täglichen Arbeitsalltag neigen wir dazu, uns von „Dringlichkeiten“ blenden zu lassen, während „Wichtigkeiten“ vernachlässigt werden.

Grund 2. Aus Fragezeichen werden Ausrufungszeichen
Wenn Sie sich bei der Auswahl und Implementierung die richtigen Gedanken gemacht haben, d.h., Ihre Unternehmensprozesse und deren Bedeutung Schritt für Schritt betrachtet haben, können Sie die Gründe für Bewegungen in Ihren Kennzahlen leicht ermitteln. Lesen Sie dafür auch unseren Blogbeitrag: „Ihr Rezept zum Auswählen der richtigen Kennzahlen für Ihr Unternehmen“. Mit diesem Wissen können Sie wirksame Aufgaben und Maßnahmen leichter und schneller bestimmen.

Grund 3. Leichte Anwendung des Pareto-Prinzips (80:20 Regel)
Mit Kennzahlen behalten Sie den Erfolg Ihrer Unternehmensprozesse im Blick. Sie können diese Informationen nutzen, um zu erkennen, welche 20% Ihrer Handlungen für 80% der Resultate verantwortlich sind. Das hilft Ihnen, sich mehr auf lohnende Handlungen zu konzentrieren und unwirksame zu minimieren oder zu eliminieren.

Grund 4. Kennzahlen zeigen Flaschenhälse
Sobald die Prozesse in Ihrem Unternehmen messbar sind, ist es möglich, Flaschenhälse in Abläufen zu erkennen und Maßnahmen zu bestimmen, um diese aufzulösen oder zumindest abzumildern. Mit dem Einsatz der Kennzahlen können Sie den Erfolg Ihrer Maßnahmen kontrollieren und unmittelbar nachbessern.

Zum Thema Geld

Grund 5. Kosten im Auge behalten
So offensichtlich, aber es muss doch erwähnt werden. Mit Kennzahlen haben Sie ein Frühwarnsystem für zu hohe Kosten und Sie können leichter ermitteln, wie diese Kosten im Detail entstehen.

Grund 6. Die Antwort auf die Frage: Sind wir profitabel?
Funktioniert Ihr Geschäftsmodell wie es sollte? Mit dem Einsatz von Kennzahlen wissen Sie idealerweise in Echtzeit wie profitabel Sie sind. Wenn es nötig ist, Änderungen vorzunehmen, erfahren Sie dies zum frühestmöglichen Zeitpunkt.

Zum Thema Energie

Gerade, aber nicht nur, für Startups wird dieser Punkt oft unterschätzt. Ihre Menge an emotionaler und geistiger Energie ist begrenzt und Sie sollten sich auf die wichtigen Dinge konzentrieren. Dinge, die unnötigerweise an dieser Energie zehren, sind Sorgen und Überforderungen. Oder anders ausgedrückt: Wenn Sie das Gefühl haben, jeden Tag vor einem neuen Berg von mehr oder weniger lösbaren Aufgaben und Herausforderungen zu stehen. Für das klassische Burnout gibt es zwei Hauptgründe: mangelndes Interesse an dem, was man tut und das Gefühl, seinen Aufgaben nicht gewachsen zu sein. Kennzahlen schaffen Transparenz und „Ordnung im Chaos“, weil sie zu strukturiertem und zielgerichtetem Arbeiten führen. Weil der Erfolg der eigenen Arbeit sichtbar wird, ist es auch leichter, sich mit der eigenen Arbeit zu identifizieren. Kommen wir also zu den noch fehlenden Gründen:

Grund 7. Sie können Meilensteine festlegen
Dadurch, dass Sie die Resultate Ihrer Handlungen messbar machen, können Sie Zwischenziele genau definieren. Es ist immer leichter, auf ein nahes und greifbares Ziel hinzuarbeiten als auf ein weit entferntes, das oft als wage und distanziert wahrgenommen wird.

Grund 8. Transparenz schafft Übersicht
Sobald eine Aufgabe übersichtlich wird, verliert sie bereits einen Teil ihres Gewichts. Was wir überblicken können, scheint uns erreichbarer als ein undefinierter Berg von Arbeit und Aufgaben.

Grund 9. Subjektives wird objektiv, qualitatives wird quantitativ
Dadurch, dass Sie auch subjektive Bewertungen auf einer Skala (z.B. 0-10) festhalten können, haben Sie die Möglichkeit, den sonst schwer zu erfassenden Faktor „Mensch“ messbar zu machen. Ob Sie die Zufriedenheit der Mitarbeiter im Auge behalten oder Prozesse im Unternehmen subjektiv bewerten lassen, Sie haben die Möglichkeit, Änderungen in der „Befindlichkeit“ und dem „inneren Engagement“ im Unternehmen zu erkennen. Das ist nicht nur gut für die Mitarbeiter, sondern wirkt sich erfahrungsgemäß auch merklich auf die Mitarbeiter-Kunden-Beziehung und die Fluktuationsrate aus.

Was halten Sie von unseren neun Gründen, warum Unternehmensführung mit Kennzahlen so viel leichter ist? Wie sind Ihre eigenen Erfahrungen zu diesem wichtigen Thema? Schreiben Sie uns einen kurzen Kommentar. Wir freuen uns auf Ihre Meinung.

Ihr mybiscon Team